Bilanz: 6.150 Pflegeberatungen im Vorjahr

Veröffentlichungsdatum02.03.2026Lesedauer5 Minuten

Pflegeberatung des Landes: Umfassende Informationen für Betroffene und Angehörige / Kostenloses Angebot in allen Bezirken

(LK)  Es ist zumeist ein sehr emotionaler Moment, in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegeberatung des Landes von Menschen in Salzburg kontaktiert werden. Es geht entweder um die eigene Pflegebedürftigkeit oder um jene von nahen Angehörigen. 2025 haben die 13 Beraterinnen fast 6.150 Fälle gezählt, davon rund 2.930 Erstberatungen. Das häufigste Thema bei den Gesprächen war, wie schon in den Jahren zuvor, das Pflegegeld.

  • Die Pflegeberatung des Landes Salzburg zieht Bilanz. 2025 wurden insgesamt rund 6.150 Beratungen gezählt.
  • Die 13 Beraterinnen in allen Bezirken informieren und beraten unabhängig, neutral und kostenlos. Im Archivbild: die Leiterin Claudia Bernhard-Kessler.

Unabhängig, neutral und kostenlos berät die Pflegeberatung des Landes - es geht immer um den individuellen Fall. Mehr als 70 Prozent aller Beratungen erfolgen per Telefon. In einem ersten Gespräch erhalten Betroffene oder Angehörige alle wichtigen Informationen für die nächsten Schritte. „Die Pflegeberatung mit ihren kompetenten Mitarbeiterinnen ist für die Menschen im Land der schnellste Weg zur Orientierung und konkreter Hilfe bei diesem höchstpersönlichen Thema“, so Soziallandesrat Wolfgang Fürweger.

Fürweger: „Offenes Ohr für das Thema Pflege.“

Landesrat Fürweger betont: „Tritt eine Pflegebedürftigkeit ein, dann werden plötzlich viele Fragen aufgeworfen. Wie wird Pflegegeld bezogen, welche Betreuungsform eignet sich am besten oder welcher Anbieter hilft im Haushalt mit. Oftmals geht es aber auch um ein Entlastungsgespräch und ein offenes Ohr. All das leistet die Pflegeberatung des Landes. Mit mehr Personal und klaren Informationen zu Sprechtagen und Telefonnummern stellen wir sicher, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“

Daten und Fakten zur Pflegeberatung 2025

  • 6.143 Beratungen, 4.406 davon per Telefon, 770 persönlich im Büro, 505 Hausbesuche. Rund 28 Prozent der Gesamtberatungen behandeln das Thema Demenz.
    • 2.288 Beratungen im Zentralraum (Stadt Salzburg und Flachgau)
    • 1.449 Beratungen im Pinzgau
    • 1.386 Beratungen im Pongau und Lungau
    • 1.020 Beratungen im Tennengau
  • Häufigste Themen: Pflegegeld, Entlastungsgespräche, stationäre Einrichtungen und mobile Dienste für Hauskrankenpflege beziehungsweise Haushaltshilfe.
  • Die 13 Beraterinnen in allen Bezirken informieren und beraten unabhängig, neutral und kostenlos.
  • Kontaktmöglichkeiten: pflegeberatung@salzburg.gv.at, Tel. +43 662 8042-3533.

Neue Beraterstelle für den Pinzgau

„Die Salzburgerinnen und Salzburger werden immer älter, damit steigt jedoch auch der Bedarf an Betreuung und Unterstützung – umso wichtiger ist es daher, die regionale Versorgung nachhaltig zu stärken und abzusichern. Mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeuten mehr Zeit für individuelle Beratung, bessere Orientierung im Pflegesystem und rasche Hilfe direkt vor Ort. Derzeit ist eine Stelle in der Pflegeberatung im Ausmaß von 30 Stunden für den Pinzgau ausgeschrieben. In drei weiteren Bezirken wurden die Stundenkontingente erhöht. In Summe erhöhen wir die Mitarbeiterzahl um zwei Vollzeitäquivalente“, so Sozialabteilungsleiter Andreas Eichhorn.

Menschen Raum und Zeit geben

Claudia Bernhard-Kessler leitet seit zwei Jahren die Pflegeberatung. Die ausgewiesene und studierte Fachexpertin verfügt über langjährige Expertise in diesem Bereich. „Das Wichtigste für uns ist, dass den Menschen, die sich bei uns melden, Zeit und Raum gegeben wird. Sie melden sich in einer sehr belastenden Situation, in der es sehr schwer ist, sich zu äußern und Informationen aufzunehmen. Daher sondieren wir in einem ersten Schritt gemeinsam die Lage und schauen dann, wie Probleme gelöst und geordnet werden können. Es geht darum, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen“, so Bernhard-Kessler.

Alle Fragen zur Pflege sind willkommen

Claudia Bernhard-Kessler betont: „Jede Frage rund um das Thema Pflege sowie zur Prävention ist bei uns willkommen – es gibt hier kein Tabuthema. Gerade im hohen Alter kann es schnell gehen. Wenn etwa die Mutter schon 95 Jahre alt ist und alles selbst macht, kann eine kleine Erkrankung alles ändern. Je früher man sich hier einen Plan B überlegt, desto besser ist es.“

Individuelle Beratung in den Bezirken

Angehörige und Betroffene können die Mitarbeiterinnen der Pflegeberatung jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren. Telefonisch ist dies von Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr möglich. Die Bezirke im Überblick:

  • Zentralraum (Stadt Salzburg und Flachgau): Fischer-von-Erlach-Straße 47, 5020 Salzburg (persönliche Beratung nach telefonischer Vereinbarung - +43 662 8042-3533)
  • Tennengau: Burgfriedstraße 2, 5400 Hallein (Kundenservice ÖGK) (persönliche Beratung nach telefonischer Vereinbarung - +43 662 8042-3436 und +43 662 8042-3437).
  • Pongau: Hans-Kappacher-Straße 14a, 5600 St. Johann im Pongau (persönliche Beratung nach telefonischer Vereinbarung - +43 662 8042-3696)
  • Lungau: Gartengasse 3, 5580 Tamsweg (beim Finanzamt) (persönliche Beratung nach telefonischer Vereinbarung - +43 662 8042-3696)
  • Pinzgau: Schillerstraße 8a, 5700 Zell am See (im „Fachärztehaus“) (persönliche Beratung nach telefonischer Vereinbarung - +43 662 8042-3033)

Beratungsangebot auf Gemeindeebene

Persönlich kann man sich auch regional, bei den regelmäßig abgehaltenen Sprechstunden in den Bezirken und Gemeinden beraten lassen. Im Flachgau gibt es etwa eine eigene Sprechstelle in der Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung (Dr. Hans Katschthaler Platz 1, 5201 Seekirchen am Wallersee). Jeden Donnerstag von 14 Uhr bis 16 Uhr nehmen sich Mitarbeiterinnen Zeit - um telefonische Voranmeldung unter +43 662 8042-3533 wird gebeten. Zusätzlich bieten die Mitarbeiterinnen der Pflegeberatung auch Sprechstunden in ausgewählten Gemeinden an. Um telefonische Voranmeldung unter +43 662 8042-3436 und +43 662 8042-3437 (Gemeinden im Tennengau), +43 662 8042-3696 (Radstadt) und +43 662 8042-3033 (Saalfelden) wird gebeten.

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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260302_91 (msc/hei)

DatenquelleLand Salzburg
Veröffentlichungsdatum02.03.2026