Alpenraum als Modellregion für kreislauffähiges Bauen und Sanieren
(HP) Kürzlich wurde ein Salzburger Projekt der Alpengemeinschaft ARGE ALP zum Thema kreislauffähiges Bauen und Sanieren abgeschlossen. Im Fokus stand dabei, Wissen und Good Practices aus den Mitgliedsregionen zusammenzuführen, ein grenzüberschreitendes Innovationsnetzwerk aufzubauen und daraus konkrete, übertragbare Maßnahmen abzuleiten.

Die Bündelung von Fachwissen aus dem gesamten Alpenraum zum Thema Kreislauffähiges Bauen und Sanieren stand im Fokus des Projekts. Symbolbild
Im Oktober 2024 genehmigte die Regierungschefkonferenz der ARGE ALP das Projekt, das von der Innovation Salzburg geleitet wurde. Im Zentrum stand dabei der Alpenraum als Modellregion für eine gelungene Transformation der Bauwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft. Neben Salzburg brachten sich vor allem Tirol, Vorarlberg, Bayern, Südtirol und Trentino aktiv dazu ein, wie der Bausektor als zentraler Hebel für Klimaschutz, Ressourcenschonung und regionale Wertschöpfung genutzt werden kann.
Kernziele erreicht
Dem kürzlich an die ARGE ALP übermittelten Endbericht ist zu entnehmen, dass die inhaltlichen Kernziele des Projekts überwiegend erreicht wurden. Insbesondere ist es bei einer Fülle von Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Fachsymposium Brennpunkt Alpines Bauen gelungen, Fachleute und Studierende grenzüberschreitend zu vernetzen. „Dabei konnten konkrete Ableitungen getroffen werden, was länger nutzbare Gebäude, Wiederverwendung von Bauteilen, flexible Umnutzung, kreislauffähige Planung und ressourcenschonende Beschaffung betrifft“, so Bernhard Lehofer von der Innovation Salzburg, der beim Projekt federführend war.
Zauner: „Bauen als Motor für starke Regionen“
Landesrat Martin Zauner, der persönlich beim Fachsymposium Brennpunkt Alpines Bauen teilnahm, betont: „Der Alpenraum trägt besondere Verantwortung, nachhaltige Strategien im Bauwesen zu entwickeln. Beim kreislauffähigen Bauen werden optimalerweise regionale Materialien verwendet und vor allem wiederverwendet – so wird aus jedem Rückbau ein neuer Anfang. Mit guter Zusammenarbeit über Grenzen hinweg kann Bauen so zum Motor für starke Regionen und leistbares Wohnen werden.“
Nutzen über Projektzeit hinaus
Die Ergebnisse des Projekts werden jedenfalls über die Laufzeit hinaus wirken und Erkenntnisse in Netzwerke, Förderprojekte und künftige Umsetzungsvorhaben einfließen. Die Themen und gewonnenen Kontakte werden unter anderem in der EUSALP, die sieben Alpenstaaten umfasst, im Interreg-Alpine-Space-Projekt BAUHALPS, im österreichischen Leitprojekt KRAlSBAU und in neuen Kooperationsvorhaben wie etwa das Interreg-Alpine-Space-Projekt SIMPLlFY weitergeführt.
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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260930_40 (ap/mw)