Kostenfreies Angebot auch in der Landessanitätsdirektion / Niedergelassene Ärzte schützen Kinder mit nasalem Impfstoff gegen Influenza
(LK) Die Herbsttemperaturen bieten Influenza (Grippe)-, RSV-, Pneumokokken- oder auch Coronaviren sowie vielen anderen Erkältungserregern ideale Vermehrungsbedingungen. Mit der kalten Jahreszeit beginnt daher auch in Salzburg die Erkältungssaison. Mit einfachen Tipps und Schutzimpfungen kann man sich jedoch gegen eine Ansteckung wappnen.

Landessanitätsdirektorin Dr. Petra Gruber-Juhasz und der Impfreferent der Ärztekammer Salzburg und Kinderarzt, Dr. Holger Förster, informieren über die anstehende Grippe-Saison (Archivbild).
Mit den sinkenden Temperaturen verlagert sich das Alltagsleben wieder verstärkt in Innenräume – und somit steigen auch die Viruserkrankungen an. Gegen Influenza, RSV, Pneumokokken und Covid-19 kann man sich in Österreich und somit auch in Salzburg kostenfrei impfen lassen. Gegen die ebenfalls häufigen harmloseren Erkältungserkrankungen (zum Beispiel: Rhinoviren) hilft nur das Einhalten von Verhaltensregeln, etwa regelmäßiges Händewaschen.
Schwerpunkt Influenza-Impfungen
Die Influenza-Impfung ist für alle Altersgruppen kostenfrei mit Voranmeldung in öffentlichen Impfstellen (Land Salzburg und Magistrat) sowie bei niedergelassenen Ärzten erhältlich. „Am 11. und 18. November werden in der Landessanitätsdirektion in der Altstadt zusätzlich zwei Tage lang Influenza-Impfungen angeboten. Eine Kombination mit den Impfungen gegen Pneumokokken und Covid-19 ist möglich. Etliche Personen haben sich schon angemeldet, es gibt aber noch freie Termine“, sagt Landessanitätsdirektorin Dr. Petra Gruber-Juhasz.
Umfassende Information und Beratung
Das Team um Landessanitätsdirektorin Dr. Petra Gruber-Juhasz berät und informiert die Patientinnen und Patienten im Vorfeld fachkundig. „Offene Fragen werden so abgeklärt. Wichtig ist auch der richtige Zeitpunkt der Impfung. Für Influenza ist der ideale Zeitpunkt etwa im November, da der Schutzaufbau zirka zwei Wochen später abgeschlossen ist. Bei Corona-Viren sollte man sich eher früher impfen lassen – da die Aktivität der Viren schon ab dem Spätsommer ansteigt. Grundsätzlich gilt, dass die Impfungen vor allem vor schweren Krankheitsverläufen gut schützen. Eine Influenza-Erkrankung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sie ist eine ernsthafte Krankheit, an der man auch versterben kann“, so Dr. Gruber-Juhasz.
Nasentropfen schützen Kinder
Die Influenza trifft Kinder doppelt so häufig wie Erwachsene. „Zwischen 20 und 30 Prozent der Kinder erkranken in einer Grippesaison. Bei den Erwachsenen beträgt dieser Wert die Hälfte. In den Schulen und Betreuungseinrichtungen stecken sich Kinder leichter an und tragen dann das Virus nach Hause. Sie sind auch länger ansteckend – in der Regel zehn Tage. Für Kinder zwischen zwei und 18 Jahren wird die Impfung nasal mittels Nasentropfen verabreicht. Das tut nicht weh und wirkt über die Nasenschleimhäute viel besser. Bei Erwachsenen ist diese schmerzlose Impfung leider nicht vorhanden, da hier die Schleimhaut das Medikament nicht so gut aufnimmt. Die kostenlose Influenza-Impfung ist für alle Kinder empfehlenswert, insbesondere für jene, die an chronischen Erkrankungen leiden. Für dieses Jahr ist, im Gegensatz zum Vorjahr, ausreichend Impfstoff vorhanden“, betont der Impfreferent der Ärztekammer Salzburg und Kinderarzt Dr. Holger Förster. Kinder im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren werden mittels Spritze geimpft.
Impfungen im Überblick
- Influenza: Empfohlen für alle ab sechs Monaten, besonders für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, Personen mit chronischen Erkrankungen, medizinisches Personal und Personen, die mit Säuglingen arbeiten. Das Risiko schwerer Verläufe wird deutlich reduziert. Der Schutz baut sich in etwa zehn bis 14 Tagen auf.
- Pneumokokken: Empfohlen für Personen ab 60 Jahren und Menschen mit bestimmten chronischen Krankheiten (zum Beispiel Herz-, Lungen- oder Lebererkrankungen, Diabetes oder Immunschwäche). Schützt vor Lungenentzündungen und invasiven Erkrankungen.
- RSV (Respiratorisches Synzytialvirus): Zielgruppe sind ältere Erwachsene und Säuglinge, teilweise auch zur Immunprophylaxe.
- COVID‑19: Besonders für Menschen ab 60 Jahren, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Personen mit Vorerkrankungen und Immunsuppression sowie für Schwangere nach ärztlicher Beratung. Verringert schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte.
Händehygiene essenziell
In der kalten Jahreszeit sorgt vor allem die trockene Luft in Gebäuden dafür, dass die Schleimhäute schneller austrocknen und wir so anfälliger für Krankheitserreger sind. Landessanitätsdirektorin Dr. Petra Gruber-Juhasz hat noch zwei Tipps, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
- Hygieneregeln beachten: - Regelmäßiges Händewaschen. Fehlende Handhygiene (nach dem Husten oder Niesen) ist einer der größten Risikofaktoren, eine Erkrankung weiterzugeben.
- Gesunder Lebensstil: viel trinken (sorgt dafür, dass die Schleimhäute befeuchtet bleiben) gesunde Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse.
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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_261002_90 (msc/hei)