Salzburgs Schulen sorgen für Krisenfälle vor

Veröffentlichungsdatum27.02.2026Lesedauer2 Minuten

Sicherheitsmaßnahmen im Schulalltag / Enge Zusammenarbeit mit der Polizei

(HP) Schule als sicherer Ort - Gewalt und Bedrohungslagen an Schulen sind auch in Österreich immer wieder traurige Realität. Wie sich Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Personal in solchen Situationen richtig verhalten und was vorbeugend unternommen werden kann, wird gerade an Schulstandorten in Salzburg bearbeitet.

Bombendrohungen, radikalisierte Mitschülerinnen und Mitschüler, Hasspostings, Gewaltakte und möglicherweise Verletzte - jede der 371 Schulen im Bundesland mit den über 76.000 Schülerinnen und Schülern in über 4.000 Klassen und über 8.000 Lehrpersonen und dem weiteren Personal könnte von Krisenszenarien wie diesen betroffen sein. Bildungsdirektion und Polizei haben dafür ein Maßnahmenpaket erstellt, das nun schrittweise an allen Standorten umgesetzt wird.

Gutschi: „Erhöhte Schulsicherheit.“

Für Landesrätin Daniela Gutschi bestand insbesondere nach dem Amoklauf am BORG Dreischützengasse im vergangenen Juni Nachschärfungsbedarf an Salzburgs Schulen. „Unsere Schulen sind ein sicherer Ort, wo jeder gern hingeht. Und sie sollen es bleiben, ohne Festungen zu werden. In enger Zusammenarbeit mit der Exekutive erhöhen wir gezielt die Sicherheit für alle Beteiligten“, so Gutschi.

Vorbereitet für Krisenfälle

Um für den „Fall der Fälle“ gewappnet zu sein, ist die richtige Vorbereitung entscheidend: Ein informiertes Krisenteam, Checklisten zu Abläufen und Verhaltensregeln sowie Schulungen für das Personal gehören ebenso dazu wie Räumungsübungen im Brandfall. „Oberstes Ziel ist immer die Unversehrtheit der Menschen am Schulstandort“, hält Bildungsdirektor Rudolf Mair fest. Schulleitungsbesprechungen zu Sicherheit, Gewaltschutz und Mobbingprävention sowie Supportsysteme wie Standort- und Schülerassistenz, Schulsozialarbeit und die schulpsychologische Beratung bzw. Krisenintervention sind etabliert.

Sicherer Arbeitsplatz Schule

Handlungsempfehlungen zu Prävention und Notfallmanagement im Schulalltag hat die Polizei in einfach verständlicher Form zusammengestellt. Es geht um den sicheren Ort Schule und wie lebensrettende Maß­nahmen effizient organisiert und durchgeführt werden können - aber auch um Maßnahmen im Vorfeld, nämlich wie Bedrohungen erkannt werden und wie man darauf am besten reagiert. „Die Polizei versteht sich als Partner der Schulen und unterstützt bei der Prävention, Information und im Ernstfall auch bei der Bewältigung von Krisen. Ein sicheres Umfeld erfordert Aufmerk­samkeit, Vorbereitung und ein bewusstes Vorgehen in kritischen Situationen“, betont Landespolizeidirektor Bernhard Rausch.

Erfahrungen am Musischen Gymnasium

Das Musische Gymnasium in der Landeshauptstadt hat als eine von zwei Pilotschulen gemeinsam mit der Polizei das hauseigene Sicherheitskonzept analysiert und weiterentwickelt. „Wir alle - Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Verwaltungspersonal - sehen, wie wichtig und gerechtfertigt Sicherheitsabläufe und -maßnahmen sind. Die Zusammenarbeit mit der Polizei ist vorbildlich, wir haben hier eine echte Vertrauensbasis aufgebaut und sind dankbar für die proaktive und kreative Herangehensweise. Unsere eigenen Vorschläge sind verbessert und ergänzt worden, sodass im Fall des Falles alles unaufgeregt und zuverlässig ablaufen kann“, sagt Schuldirektor Thomas Lederer.

 

Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260227_60 (sm/ap)

DatenquelleLand Salzburg
Veröffentlichungsdatum27.02.2026